Story Research: 4 Wege zu frischen Story-Ansätzen

Storytelling ist einfach, doch wie bei so vielen anderen Dingen im Leben ist der Anfang die größte Hürde. Viele Unternehmen haben dabei Schwierigkeiten, überhaupt erst einmal die ersten Geschichten Ihrer Marke zu finden. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie auch für die unscheinbarsten Marken ansprechende Stories kreieren können.
Story Research: 4 Wege zu frischen Story-Ansätzen

Stories sind für jede Unternehmenskommunikation unentbehrlich: mithilfe von Geschichten bleibt Ihre Marke 22-mal so gut in Erinnerung als unter Einsatz gewöhnlicher Fakten. Stories erhöhen die Conversion-Rate Ihrer Websites um das vierfache, erhöhen den wahrgenommenen Wert Ihrer Marke um das 20-fache und sind obendrein auch das bevorzugte Marken-Kommunikationsmittel für ganze 92% der Konsument*innen in sozialen Netzwerken. Storytelling bestimmt, ob ein Unternehmen aus dem digitalen Grundrauschen hervorsticht oder darin untergeht – wollen Sie Ihre Marke also bekannt machen, führt am Geschichtenerzählen kein Weg vorbei.

 

  • Warum fallen Äpfel nach unten

Bei der Suche nach Stories – dem Story Research Process – gilt es, die emotionale Komponente eines Unternehmens in den Vordergrund zu stellen. In weiterer Folge heißt das, dass Sie die “menschliche” Seite Ihrer Marke zeigen sollen. Zu diesem Zweck gilt das Modell des Goldenen Kreises: im Kern Ihrer Marke steht immer das “Warum?”: eine Motivation, eine Daseinsberechtigung, warum gibt es Ihre Marke und warum soll es sie auch morgen geben? Warum gerade das “Warum” so wichtig ist, liegt daran, dass es nach dem fragt, was Ihre Marke wirklich einzigartig macht: Emotionen. Viele Unternehmen stellen Smartphones her, viele nutzen dazu modernste Technik, doch nur eines tut dies alles, um Kommunikationstechnologie stets aufs neue zu revolutionieren und um die Leben der Menschen durch beste Technologie zu verbessern. Ob das stimmt ist Ansichtssache, aber Sie wissen definitiv, von welchem Unternehmen hier die Rede ist.

 

Sprechen, zuhören, interagieren

Um also bei der Kundschaft Anklang zu finden, brauchen Sie Geschichten, die das “Warum” Ihres Unternehmens erklären: Sie sind dabei nicht an eine spezifische Frage gebunden: “Warum gibt es mein Unternehmen?” ist ebenso valide wie “Warum schätzen Kunden mein Unternehmen?” Im folgenden Absatz daher vier allgemeine Wegweiser, wie Sie gute Stories finden können:

 

  • Erzählen Sie von sich.

Klassischer geht’s nicht: erzählen Sie die Gründungsgeschichte des Unternehmens, wie es angefangen von einem kleinem Familienbetrieb oder der ambitionierten Idee eines jungen Entrepreneurs zu dem geworden ist, was es heute ist. Erzählen Sie davon, wie Sie für Ihre Idee nächtelang in einer unbeheizten Wohnung gearbeitet haben, wie sie das Unternehmen Ihres Vaters mit großen Zielen und größeren Schulden übernommen haben, wie sie Ihre Marke entworfen haben, erzählen Sie von Ihrem ersten Büro, erzählen Sie von Ihrem ersten Kunden. Ob Sie nun die Welt verändern, das Familienunternehmen neu erfinden oder einfach nur unverschämt reich werden wollen: geben Sie diesen Emotionen einen Platz in Ihrer Marke und schon ist Ihr Unternehmen Teil einer großen (Erfolgs-)geschichte.

 

  • Fragen Sie Ihre Stakeholder.

Markenstories enden nicht bei Ihnen: Mitarbeitende, Geschäftspartner und natürlich Ihr Kundenkreis bauen mit der Zeit eine emotionale Bindung zu Ihrer Marke auf. Dabei kann es sich um gute Erfahrungen mit dem Produkt/der Marke oder besondere Erlebnisse in Verbindung mit Ihrer Marke handeln. Oder um Mitarbeitende, die bei Ihnen ein positives Arbeitsumfeld gefunden haben. Oder um so ziemlich alles andere.
Das Zauberwort heißt Customer-led Storytelling: bringen Sie in Erfahrung, welche Emotionen und Erlebnisse mit Ihrer Marke in Verbindung gebracht werden. Ermöglichen Sie jede Gelegenheit für Ihre Stakeholder, zu Wort zu kommen und nehmen Sie deren Input in Ihre eigene Kommunikation auf. Sie müssen nicht jede Story selbst verfassen – weitererzählen reicht auch.

 

  • Geben Sie den Fakten eine Stimme.

Eine Geschichte zu erzählen, reizt das Bewusstsein der Menschen mehr, als ihnen Zahlen vorzulegen. Dies soll allerdings nicht heißen, dass Stories völlig frei von Daten und Fakten sein müssen. Im Gegenteil: Geschichten können ungemein davon profitieren, faktisch belegt zu sein. Daten verleihen Ihren Stories Autorität und Ihrem Mission Statement einen Zweck, sie geben Ihrer Marke einen handfesten Erfolgsnachweis und Ihren Plattformen haufenweise Möglichkeiten, interaktive und kreative Inhalte zu beherbergen. Fakt und Fiktion sind keine Gegensätze, sondern vielmehr zwei Hälften einer ansprechenden großen Geschichte.

 

  • Machen Sie alles zur Story.

Viele sind versucht zu glauben, dass Stories irgendwie einen bestimmen Katalog an Themen und Motiven besitzen müssten. Dass eine Geschichte nur dann eine Geschichte ist, wenn sie in den Annalen der Welt (bzw. LinkedIn) niedergeschrieben werden könne. Fangen Sie damit am besten gar nicht erst an, denn wenn es um Themen geht, dann ist die einzige Regel die, dass es keine Regeln gibt: gutes Storytelling kann selbst aus den trockensten Sachverhalten und den alltäglichsten Begebenheiten eine Geschichte zaubern. Und im Marketing ist das natürlich nicht anders: wenn Sie einmal ein gewisses Gefühl fürs Storytelling haben, werden Sie sehen, dass Geschichten praktisch überall zu finden sind. Denken Sie flexibel genug und Sie können aus jeder Customer Journey eine Heldenreise und aus jedem Blogbeitrag den besten Beitrag aller Zeiten machen. Lassen Sie sich nur nicht von den Richtlinien “konventioneller” Stories leiten, dann werden Ihnen die Geschichten regelrecht vor die Tür fallen.

 

Storytelling: schnell gelernt, schwer gemeistert

Das Erzählen von Geschichten liegt dem Menschen im Blut; die langlebigsten und erfolgreichsten Überlieferungen unserer Geschichte haben sich deshalb so lange im kollektiven Verständnis der Menschheit erhalten, weil sie die ihnen innewohnenden Informationen in eine subjektive und abstrakte Erzählung gepackt haben. Nicht alle kennen die genaue Definition der Schwerkraftgesetze, aber jeder weiß, wie sie entdeckt wurden.

 

Storytelling ist also nichts, wovor Sie Angst haben müssen. Es ist die wohl bewährteste, effizienteste und einfachste Art und Weise zu kommunizieren und solange Sie sich daran erinnern, dass sie aus so ziemlich allem eine Story flechten können, steht Ihrem Weg zu einer erfolgreichen Markenkommunikation nicht mehr im Weg.

 

Selbstverständlich will auch Storytelling gelernt sein: auf jeden Stratosphärensprung kommen Millionen an vergessenen Marketingkampagnen. Wollen auch Sie Ihren Stories das gewisse Etwas verleihen? Wollen Sie die Chance auf Erfolg beim Schopf packen? Dann melden Sie sich heute noch für ein unverbindliches Kennenlerngespräch und wagen Sie den ersten Schritt zu einer erfolgreichen Kommunikation.