Auch wenn man es heute gar nicht für möglich halten möchte: Steve Jobs’ Erfolgskurve mit dem 1976 von ihm gegründeten Unternehmen Apple verläuft anfangs alles andere als linear steigend. Vielmehr hat sie sogar eine klaffende Lücke – denn von 1985 bis 1996 ist Jobs nicht einmal Teil der von ihm gegründeten Firma. Nach einem Streit mit seinem Geschäftsführer John Sculley nimmt Jobs seinen Hut und verlässt sein eigenes Unternehmen.

Die Pixar-Ära

Heute können wir sagen: Jobs’ zwischenzeitlicher Ausstieg war wohl das Beste, was ihm und Apple hätte passieren können. Denn während seiner Abstinenz bei Apple, wird er u. a. Geschäftsführer bei den Pixar Animation Studios, wo unter seiner Schirmherrschaft Erfolgsgeschichten wie Toy Story entstehen

Es ist seine Tätigkeit bei Pixar, durch die Steve Jobs lernt, wie man es schafft Menschen, zu begeistern, zu unterhalten und mitzureißen: mit spannenden und packenden Geschichten. Als er schließlich elf Jahre später zu Apple zurückkehrt (zu einem Zeitpunkt, an dem es äußerst schlecht um das Unternehmen steht), nützt er genau dieses Wissen, um es zurück in die grünen Zahlen und in weiterer Folge an die Spitze des Marktes zu führen.

Storytelling wie Steve Jobs

Doch was machte Steve Jobs anders? Die Antwort ist genauso simpel wie genial: Er verpackte seine Unternehmensinhalte in ebenso packende Geschichten wie jene, die er bei Pixar produzierte.

Die Beispiele dafür sind nicht nur mannigfaltig – denken Sie an die “Start Something New”-, oder die “Your Verse”-Kampagne –, sondern enden keineswegs bei bloßen Werbemaßnahmen.

Der zum Meister des Geschichtenerzählens avancierte Jobs nutzt auch in seinen Pitches und Präsentationen Storytelling, um seine Marke und Produkte gekonnt von der Konkurrenz abzuheben.

Jobs’ Storytelling-Formel

Jobs erfand dabei das Rad keineswegs neu – er nutzte schlichtweg eine bewährte Technik aus der Film-Branche für sein Marketing: Ganz im Stile großer Hollywood-Klassiker gliederte er seine Geschichten für Werbespots, Präsentationen usw. in drei Akte:

  1. Das Setup:
    Im ersten Akt lernt das Publikum den sogenannten “Helden” sowie seine gewohnte, alltägliche Welt kennen. Denken Sie zum Beispiel an Frodo Beutlin und sein geliebtes Auenland in “Herr der Ringe”.
  2. Die Konfrontation:
    Etwas geschieht, das die Welt unseres Helden völlig auf den Kopf stellt. Er muss in der Folge Gefahren und Herausforderungen überwinden, um alles zum Guten zu wenden. In unserem Beispiel wird Frodo mit der Aufgabe betraut, den Ring der Macht zu vernichten, und muss dafür eine gefährliche Reise antreten.
  3. Die Auflösung:
    Unser Held erreicht sein Ziel und macht die Welt zu einem besseren Ort. Sie ahnen es: Frodo schmilzt den Ring der Macht ein und das Böse ist besiegt.

Best Practice: Jobs’ iTunes-Music-Store-Präsentation 2003

Ein in diesem Zusammenhang oft zitiertes Beispiel ist Steve Jobs’ Präsentation zum Launch des iTunes Music Store 2003. Jobs war dabei mit der Aufgabe konfrontiert, seinem Publikum die Kosten von 99 Cent pro gekauftem Lied plausibel zu verkaufen – gar nicht so einfach, wenn man bedenkt, dass damals der illegale Download von MP3-Dateien Hochkonjunktur hat.

Und dennoch meistert Steve Jobs auch diese Aufgabe mit Bravour: Er präsentiert seinem Publikum das Setup: eine Welt in der es durch Dienste wie Napster immer leichter wird, Musik aus dem Internet zu ziehen. Dann geht er auf Konfrontationskurs – stellt unverblümt fest, dass es sich beim Nutzen solcher Dienste um Diebstahl handelt.

Auf dem Weg zu einer besseren Welt lässt er seinen Helden Hindernisse überwinden (das Erwerben aller notwendigen Musikrechte, den Preis von 99 Cent pro Lied). Er zeigt auf, dass Apple bereits Deals mit den fünf größten Plattenfirmen hat, rechtfertigt den “hohen” Preis mit der riesigen Auswahl, der hohen Soundqualität und dem guten Karma, legal in den Besitz der MP3-Files gekommen zu sein. Schließlich kommt Jobs zur Auflösung: dem iTunes Music Store. Ein – wie wir heute wissen – wegweisender Erfolg in der Unternehmensgeschichte von Apple.

Story-Marketing wie bei Steve Jobs für Ihre eigenen Produkte

Auch wenn Steve Jobs’ Erfolg natürlich nur zum Teil auf dieser 3-aktigen Erfolgsformel für Storytelling beruht, können auch Sie diese einsetzen, um mehr Relevanz und Bedeutung für Ihre Botschaften zu generieren.

Gerne helfen wir Ihnen dabei, das Story-Marketing-Potenzial Ihres Unternehmens zu erörtern und Ihre Inhalte zukünftig in packenden Geschichten zu kommunizieren. Vereinbaren Sie gleich jetzt ein kostenloses Strategiegespräch und lernen Sie zu verkaufen, wie es einer der erfolgreichsten Unternehmer der Geschichte getan hat.

 

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